header
     
Ökologie der Höhlenpilzmücke (Speolepta leptogaster)
Larven der Höhlenpilzmücke
Larven der Höhlenpilzmücke

Pilzmücken gehören zur Insektenordnung der Zweiflügler. Von den in der Westpaläarktis vorkommenden Pilzmücken wurden bisher fast 250 Arten in Höhlen oder künstlichen Hohlräumen gefunden. Über die Lebensweise der einzelnen Arten ist nur sehr wenig bekannt. Obwohl Pilzmücken in großer Artenzahl in den bevorzugten Lebensbereichen wie Wildbächen, sumpfigen und buschreichen Stellen, schattigen Waldalleen, Hohlwegen, Hohlräumen zwischen Baumwurzeln, mit Moos bedeckten Felsenpartien und ähnlichen Biotopen mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit vorkommen, entgehen sie der Aufmerksamkeit der Spaziergänger, da sie weder durch Färbung noch durch Größe hervorstechen.

Die Höhlenpilzmücke Speolepta leptogaster durchlebt alle Entwicklungsstadien (Ei, Larve, Puppe, Fluginsekt) in Höhlen. Die Larven der 5 bis 6 mm großen Art sitzen zumeist bis in die Tiefenregion der Höhlen an den Wänden und orientieren sich anhand von Schleimfäden innerhalb eines mit klebrigen Tröpfchen besetzten Gespinstes. Ähnliche gespinstbildende Pilzmückenarten sind bislang nur aus den Höhlen Asiens, Neuseelands und Australiens bekannt, so dass die Art in Europa auch im Larvenstadium eindeutig zugeordnet werden kann. Die Puppen hängen zumeist außerhalb des Gespinstes. Die Fluginsekten werden selten auch im Freien angetroffen. Die Paarung der erwachsenen Mücken findet im Dunkel der Höhlen statt.
Puppe der Höhlenpilzmücke
Puppe der Höhlenpilzmücke

p Kontakt
Verband der deutschen Höhlen-
und Karstforscher e.V.
Bärbel Vogel (Vorsitzende)
Hauptstraße 5
D - 87484 Nesselwang

Referat für Biospeläologie
Stefan Zaenker
Königswarter Str. 2a
D - 36039 Fulda

E-Mail: info@hoehlentier.de

 
b2