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Ökologie des Höhlenlangbeins (Amilenus aurantiacus)
Porträt des Höhlenlangbeins
Porträt des Höhlenlangbeins

Das Höhlenlangbein lebt in Wäldern aller Art, in den Alpen hauptsächlich in montanen Buchenwald-Gesellschaften und in Nadelwäldern der unteren Subalpin-Stufe oder in Bachauen. Hier verbringen die Weberknechte das Sommerhalbjahr in der Bodenschicht unter Steinen und Holz, in Falllaub und Bodenstreu, gelegentlich in der Krautschicht feuchter Pflanzengesellschaften. Das Höhlenlangbein ist eine subtroglophile Art, die in Höhlen- und Spaltensystemen überwintert, in denen die Temperatur nicht oder nur geringfügig unter den Gefrierpunkt sinkt. Dort finden sich große Gesellschaften von Hunderten oder gar Tausenden von Individuen zusammen um dort die Reifehäutung durchzumachen und den Winter zu überdauern. Die lokal unterschiedliche Häufigkeit der Art wird durch die Existenz von Spalten- und Höhlensystemen mitbestimmt.

Das Höhlenlangbein ist eine Weberknechtart mit auffallend langen Beinen. Auf dem Hinterleib findet sich eine markante lyraförmige Zeichnung (ein gespiegeltes „z“), die beim Männchen wenig kontrastreich, beim Weibchen aber deutlich auf hellem Untergrund zu erkennen ist. Die Körpergröße (ohne Beine) des Männchens beträgt 2,8 bis 3,3 mm, die des Weibchens 3,5 bis 5,5 mm.
Rückenzeichnungen
Rückenzeichnungen des Höhlenlangbeins
[nach Martens, J. (1969): Systematische Stellung von Amilenus aurantiacus (SIMON), (Opilones, Phalangiidae). In: Senckenbergiana biologica 50 (3/4): 219–224]


p Kontakt
Verband der deutschen Höhlen-
und Karstforscher e.V.
Bärbel Vogel (Vorsitzende)
Hauptstraße 5
D - 87484 Nesselwang

Referat für Biospeläologie
Stefan Zaenker
Königswarter Str. 2a
D - 36039 Fulda

E-Mail: info@hoehlentier.de

 
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